Sommerpause? Nicht im deutschen Padel. Während die Profi-Tour in Málaga um Titel spielt, geht die Deutsche Padel Liga in ihrer siebten Saison in die entscheidende Phase des Sommers — und rund um die Liga wächst die Infrastruktur in einem Tempo, das es hierzulande noch nicht gegeben hat.
Die Termine: So läuft Saison 7
Die Gruppenphase der Saison 7 erstreckt sich vom 18. April bis zum 20. September. Der nächste Spieltag steht schon Ende des Monats an: am 25. und 26. Juli. Danach folgen die Spieltage am 12./13. September und am 19./20. September, ehe die Gruppenphase abgeschlossen wird.
Anschließend wird es ernst: Ab dem 26. September startet die 1. Bundesliga, ab dem 3. Oktober folgen die Altersklassen. Wer den Überblick behalten will, sollte genau hinschauen — der Deutsche Padel Verband hat die Liga-Termine zuletzt noch einmal angepasst.
Premiere geglückt: die erste Mixed-DM
Einen historischen Haken hat der Verband bereits gesetzt: Im Juni wurde erstmals eine Deutsche Meisterschaft im Mixed ausgetragen. Für einen Sport, der im Freizeitbereich ganz selbstverständlich gemischt gespielt wird, ist das ein überfälliger und zugleich wichtiger Schritt — die DM-Landschaft bildet damit endlich ab, wie Padel auf den Courts tatsächlich stattfindet.
Dazu passt die Nachricht, dass der DPV ein GPS-1000-Turnier in Bochum angekündigt hat. Das nationale Turnierangebot wächst also parallel zur Liga.
Auch international liefert das deutsche Padel positive Schlagzeilen. Die Herren-Nationalmannschaft hat sich für das Final 8 des FIP Euro Padel Cup qualifiziert, die Damen bestreiten ihre Qualifikation im spanischen La Línea. Dazu hat der Verband in diesen Tagen die Nominierungen für das Junioren-Nationalteam bekanntgegeben und einen neuen Nationaltrainer vorgestellt — die sportliche Spitze wird also parallel zur Breite ausgebaut.
Neue Standorte: Dortmund und Berlin legen los
Das vielleicht stärkste Signal des Sommers kommt aber aus dem Anlagenbau. In Dortmund eröffnet PADL im Juli eine Anlage mit 15 Courts — ein Großprojekt für den Westen. In Süd-Berlin startet zeitgleich PDLX mit vier Doppelcourts, die bereits über Playtomic buchbar sind.
Damit setzt sich ein Trend fort: Deutschland zählt inzwischen mehr als 550 Padel-Standorte und rund 50.000 aktive Spielerinnen und Spieler. Jede neue Großanlage schafft dabei nicht nur Buchungsslots für Freizeitspieler, sondern auch potenzielle Heimstätten für künftige Liga-Teams.
Der Blick nach vorn
Die Richtung stimmt — und der Kalender liefert die passenden Höhepunkte gleich mit. Nach dem Liga-Spieltag Ende Juli laufen die September-Spieltage direkt auf das große Finale des deutschen Padel-Jahres zu: den CUPRA Germany P2 in Düsseldorf, der vom 4. bis 11. Oktober das größte Profi-Padel-Event wird, das je in Deutschland stattgefunden hat.
Für Liga-Spielerinnen und -Spieler heißt das konkret: Am 25. und 26. Juli geht es weiter — und wer sich jetzt durch die Gruppenphase kämpft, spielt in einem Herbst, in dem Padel in Deutschland so sichtbar sein wird wie nie zuvor.
