Im Halbfinale beim CUPRA Germany Premier Padel P2 in Düsseldorf standen am Samstag bei Damen und Herren jeweils die vier Topgesetzten. Viele Spiele liefen trotzdem anders als erwartet. Franco Stupaczuk und Jon Sanz schlugen Alejandro Galán und Federico Chingotto zum zweiten Mal innerhalb einer Woche. Bei den Damen gingen beide Halbfinals über drei Sätze und dauerten jeweils fast drei Stunden. Im Castello stehen sich am Sonntag Arturo Coello/Agustín Tapia und Stupaczuk/Sanz gegenüber, bei den Damen spielen Claudia Fernández/Martina Calvo gegen Ariana Sánchez/Andrea Ustero.
Stupaczuk/Sanz schlagen die Nummer 2 erneut
Schon im Viertelfinale von Rotterdam hatten Stupaczuk und Sanz gegen Galán und Chingotto gewonnen. In Düsseldorf siegten sie im Halbfinale mit 7:6 (3), 6:4. Der erste Satz war laut El Neverazo bis zum Schluss ausgeglichen. Galán/Chingotto hatten beim 5:4 einen Satzball, ihre Gegner beim 6:5. Im Tiebreak zogen Stupaczuk und Sanz auf 6:0 davon und gewannen ihn 7:3.
Im zweiten Satz führten sie bereits 5:2. Die an Nummer zwei gesetzten Galán und Chingotto verkürzten noch auf 4:5, glichen aber nicht mehr aus. Nach Angaben von Padel Spain hatte Chingotto im zweiten Satz Probleme mit dem Ellbogen. Die Spieler selbst haben sich dazu bisher nicht geäußert.
Laut FIP stehen Stupaczuk und Sanz damit zum dritten Mal hintereinander in einem Finale. Galán und Chingotto sind dagegen erneut vor dem Endspiel ausgeschieden, und die Saison hat nicht mehr viele Turniere, um im Race noch aufzuholen.
Coello/Tapia brauchen 65 Minuten
Das zweite Herren-Halbfinale war schnell entschieden. Coello und Tapia gewannen gegen Juan Lebrón und Leandro Augsburger mit 6:2, 6:3 in einer Stunde und fünf Minuten. Nach Angaben der FIP ist es der fünfte Sieg in Folge der Weltranglistenersten gegen dieses Duo ohne Satzverlust. Padel Spain gibt den direkten Vergleich mit 8:1 an. Es ist demnach ihr 16. Finale bei 18 gemeinsamen Turnieren.
Im Endspiel kommt es zur Neuauflage des Rotterdam-Finales, das Coello und Tapia gewonnen hatten. In Düsseldorf sind sie außerdem Titelverteidiger.
Sánchez/Ustero nutzen den sechsten Matchball
Ariana Sánchez und Andrea Ustero besiegten die Weltranglistenersten Gemma Triay und Delfina Brea mit 7:5, 3:6, 7:5 nach 2:56 Stunden. Im ersten Satz führten sie 4:2, lagen dann 4:5 zurück und gewannen die nächsten drei Spiele. Den zweiten Satz holten sich Triay und Brea nach einer 3:0-Führung. Im dritten Satz verwandelten die beiden Spanierinnen beim 6:5 laut Diari de Tarragona ihren sechsten Matchball.
Laut FIP rücken Sánchez und Ustero mit dem Sieg auf Platz zwei im Race vor. Triay und Brea haben nun bei drei Turnieren in Folge das Finale verpasst.
Fernández/Calvo wehren zwei Matchbälle ab
Das erste Damen-Halbfinale dauerte noch länger. Claudia Fernández und Martina Calvo gewannen gegen Beatriz González und Paula Josemaría mit 6:4, 5:7, 7:6 nach 3:07 Stunden. González und Josemaría hatten beim 6:5 im dritten Satz zwei Matchbälle, konnten aber keinen nutzen. Padel Spain berichtet, dass González in der spannendsten Phase des Spiels ihren Gegnerinnen einen Punkt gab, obwohl nicht sicher war, ob der Ball im Aus war.
Das Damen-Finale ist eine Neuauflage des Endspiels von Paris, das Sánchez und Ustero gewonnen hatten. Danach gewannen sie auch in Rotterdam. Siegen sie am Sonntag, wäre es ihr dritter Premier-Padel-Titel in Folge.
Das Damen-Finale beginnt um 14 Uhr. Das Herren-Finale zwischen Coello/Tapia und Stupaczuk/Sanz startet nicht vor 16 Uhr.
