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Profi-Padel · 2 Min. Lesezeit

Global Padel Report 2026: 58.334 Courts, aber Überkapazität droht

Der Global Padel Report 2026 zählt 58.334 Courts und 19,4 Millionen Spieler weltweit – warnt aber vor struktureller Überkapazität in reifen Märkten wie Spanien.

Foto: Malopez 21 / Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0

Sechsmal mehr Courts als 2016 — und jetzt?

Der Global Padel Report 2026, den die Buchungsplattform Playtomic alljährlich auf Basis ihrer Marktdaten veröffentlicht, zählt weltweit 58.334 Courts und 19,4 Millionen aktive Spieler. Das entspricht einer Versechsfachung der Anlagenzahl gegenüber 2016 und rund 20.000 betriebenen Clubs auf der ganzen Welt. Padel hat in einem Jahrzehnt eine Expansion hingelegt, die kaum ein anderer Racketsport in der Neuzeit erreicht hat. Doch der Bericht warnt zugleich vor einem neuen strukturellen Problem: Überkapazität in den gesättigten Märkten.

In Ländern wie Spanien, wo allein mehr als 17.300 Courts in rund 4.500 Clubs stehen und sechs Millionen Menschen aktiv spielen, ist die Frage nicht mehr, wo neue Anlagen gebaut werden sollen. Sie lautet: Wie werden die vorhandenen Courts dauerhaft rentabel gefüllt? Diese Verschiebung im Marktfokus — von Expansion zu Auslastung — kennzeichnet den Beginn der Reifephase des Sports. Spanien steht dabei exemplarisch für das, was anderen Märkten noch bevorsteht.

Deutschland und Europa: das nächste Wachstumsfenster

Für Padel-Investoren und Sportbegeisterte in Deutschland ist der Bericht kein Warnsignal, sondern eine Standortbestimmung mit positiver Grundbotschaft. Deutschland zählt im Report zu den führenden Wachstumsmärkten der nächsten Welle — neben Frankreich, dem Vereinigten Königreich, den Niederlanden, Italien und Polen. In diesen Ländern befindet sich die Branche noch klar in der Expansionsphase: Neue Anlagen entstehen, die Spielerbasis wächst und der Sport gewinnt in den Medien an Sichtbarkeit.

Frankreich wird im Bericht besonders hervorgehoben. Bis 2030 soll die Zahl der Clubs dort das Niveau bereits reifer Märkte erreichen. Ähnliches gilt für Schweden und Italien, die als strukturell besonders wachstumsfähig eingestuft werden. In Deutschland hat sich das Wachstumstempo in den vergangenen zwei Jahren spürbar beschleunigt — nicht zuletzt dank der TV-Präsenz des Premier Padel und des zunehmenden Interesses an Padel als Netzwerk- und Betriebssport.

Was erfolgreiche Clubs gemeinsam haben

Der Report identifiziert drei Merkmale, die profitabel operierende Clubs in gesättigten wie auch in wachsenden Märkten teilen: professionelles Management, ein klar differenziertes Angebot gegenüber der Konkurrenz sowie strukturierte Trainingsangebote für alle Spielstufen. Gerade der letzte Punkt — Kurse, Ligabetrieb und Coaching-Qualität — wird als entscheidender Hebel für Kundenbindung und Auslastung in Schwachzeiten gesehen.

Für neue Anlagenprojekte in Deutschland bedeutet das eine klare Lehre aus den reifen Märkten: Die Zeit der reinen Feldbauten, die sich allein durch den Neuigkeitseffekt des Sports füllen, geht schrittweise zu Ende. Wer jetzt investiert, muss von Anfang an Betriebskonzept, Zielgruppe und Trainingsstruktur mitdenken.

Asien als nächste Überraschung

Während Europa seine Wachstumsphase ausreizt, meldet sich eine neue Region mit bemerkenswerten Zahlen. Das FIP-Jugendturnier Promises Bali Island Sports verzeichnete diese Woche 138 gemeldete Paare in acht Alterskategorien — ein neuer asiatischer Rekord, der die Bestmarke aus Jakarta vom Vormonat bereits übertrifft. Laut Global Padel Report ist Asien-Pazifik der am stärksten unterschätzte Wachstumsraum des Sports. Die nächste Phase des Padel-Booms könnte auf einem anderen Kontinent stattfinden als die erste — und früher beginnen, als die etablierten Märkte erwarten.

Erstellt mit redaktioneller KI-Unterstützung · Padel Post Redaktion