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Leal & Guerrero beenden Coello-Tapias 27-Finale-Serie in Pretoria

Die Siebtgesetzten Leal und Guerrero schlugen die Weltranglisten-Ersten Coello und Tapia 7-5, 7-5 und stehen in ihrem ersten Premier-Padel-Finale — gegen Galán und Chingotto.

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Padel Post Redaktion

2 min read · 2. August 2026

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Der Einschnitt, den alle erwartet — und niemand erwartet hatten

Irgendwann musste die Serie enden. Aber so? Javi Leal und Fran Guerrero, lediglich an Nummer sieben gesetzt, bezwangen im Halbfinale des Pretoria P1 die Weltranglisten-Ersten Arturo Coello und Agustín Tapia 7-5, 7-5 in gerade einmal 80 Minuten. 27 Turnierfinale in Folge — eine im modernen Padel beispiellose Sequenz — endeten Samstagabend im Ticketpro Dome von Pretoria, 1.339 Meter über dem Meeresspiegel, im südlichen Afrika.

Coello und Tapia hatten seit Anfang 2024 kein einziges Premier-Padel-Turnier beendet, ohne im Finale gestanden zu haben. In diesem Zeitraum gewannen sie sechs ihrer letzten sieben Turniere und kassierten in der gesamten Saison 2026 nur zwei Niederlagen. Ihr Ausscheiden vor dem Finale galt nicht nur als unwahrscheinlich — es galt als nahezu undenkbar. Leal und Guerrero dachten es trotzdem und setzten es um.

Wie die Außenseiter die Dominatoren bezwangen

Leal baute sein Spiel auf der linken Seite auf Geduld und Präzision auf. Mit tiefen Lobs und stabiler Rückwandverteidigung entzog er Coello die Möglichkeit, seine typischen Angriffstrukturen zu entwickeln. Guerrero nutzte am Netz jeden Fehler der Gegner mit klaren Abschlüssen. Beide Sätze verliefen ausgeglichen bis 5-5, ehe Leal und Guerrero jeweils den entscheidenden Break erzwangen — und damit einem Paar, das für seine Comeback-Stärke bekannt ist, keinen Aufhänger für eine Wende ließen.

Im zweiten Halbfinale besiegten Ale Galán und Fede Chingotto die spanische Paarung Juanlu Esbrí und Carlos Gutiérrez 7-5, 6-4 in 70 Minuten. Das argentinisch-spanische Duo, Weltranglistenzweiter, spielte solide und effizient und kommt mit deutlich mehr Finaltiteln im Gepäck in den Sonntag.

Das Finale: Erstlinge gegen erfahrene Finalisten

Leal und Guerrero betreten am Sonntag vollständiges Neuland: Es ist ihre erste gemeinsame Finalteilnahme auf der Premier-Padel-Tour. Sie spielen es in Pretoria, auf einem Platz, an dem die dünne Höhenluft die gesamte Turnierwoche die Bedingungen geprägt hat. Das Herren-Finale beginnt nicht vor 15:00 Uhr Ortszeit (14:00 Uhr MESZ).

Galán und Chingotto kommen als Favoriten in das Spiel. Sie triumphierten beim Miami P1 in diesem Jahr und wissen, wie man unter Druck große Matches gewinnt. Für sie wäre ein Titel in Pretoria ein wichtiger Schritt in der Konsolidierung ihrer Position nach dem Ende der Coello-Tapia-Ära. Für Leal und Guerrero wäre er die Krönung eines historischen Wochenendes: In zwei aufeinanderfolgenden Matches die Welt-Nummer-eins und die Welt-Nummer-zwei zu eliminieren wäre ein Kunststück ohne Vorbild in der Geschichte des Premier Padel.

Was auf dem Spiel steht

Der Sieger des Herren-Finals erhält 479.068 Euro und 1.000 FIP-Rankingpunkte — eine Ausbeute, die das Gefüge der Weltrangliste deutlich verschieben wird. Anschließend reist der Tross nach London: Das P1 im Olympia London startet am 3. August und wird das erste Premier-Padel-Turnier auf britischem Boden überhaupt. Coello und Tapia werden dort mit dem Stachel dieser Niederlage erscheinen. Ob Leal und Guerrero als Sieger aus Pretoria abreisen oder nicht — das Narrativ der Saison 2026 hat an diesem Samstag in Südafrika eine neue Richtung bekommen.

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Padel Post Redaktion

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