Zum Inhalt springen
Profi-Padel · 2 Min. Lesezeit

Madrid P1 Finaltag: Triay jagt Salazars Ewigkeitsrekord

57 Titel hat Gemma Triay – heute kann sie Alejandra Salazars Allzeitrekord von 58 einstellen. Am selben Nachmittag verabschiedet Madrid seine größte Spielerin mit einer Zeremonie.

Foto: Zarateman / Wikimedia Commons, CC0

Was dieser Sonntag im Movistar Arena in Madrid bereithalten könnte, geht über das Sportliche hinaus. Wenn Gemma Triay und Delfi Brea um 16:00 Uhr MEZ das Damenfinale gegen Paula Josemaría und Bea González betreten, brauchen sie genau einen Titel, um den Allzeitrekord im professionellen Damen-Padel einzustellen: 58 Siege auf den großen Profi-Circuits, gehalten von Alejandra Salazar. Und Salazar? Sie wird heute Nachmittag, zwischen Damen- und Herrenfinale, in ihrer Heimatstadt offiziell verabschiedet.

Ein Rekord zum Greifen nah

Triay steht bei 57 Titeln, zusammengezählt über den Padel Pro Tour, die World Padel Tour und Premier Padel. Das ist die gleiche Zählweise, nach der Salazar 58 Siege angehäuft hat — ein Benchmark, den die 31-jährige Menorquinerin damit nahezu eingestellt hat. Die Konsistenz dahinter ist beeindruckend: Dieser Sonntag in Madrid ist Triays 14. Finale in 16 Premier-Padel-Veranstaltungen in dieser Saison.

Gegen sie stehen Josemaría und González, aktuell die Nummer zwei der Weltrangliste, mit einem klaren Vorteil im direkten Vergleich 2026: fünf Siege in Folge gegen Triay und Brea, in Miami, Gizeh, Brüssel, Asunción und Buenos Aires. Ihre Route ins heutige Finale war spektakulär — sie lagen im dritten Satz des Halbfinales gegen Claudia Fernández und Martina Calvo 0:5 zurück und hatten drei Matchbälle gegen sich, bevor sie sieben Spiele in Folge gewannen.

Triay und Brea kamen deutlich unkomplizierter ins Finale: 6:2, 6:4 gegen Ari Sánchez und Andrea Ustero.

Salazars Abschied — mitten im Finale-Nachmittag

Alejandra Salazar hatte bereits im Viertelfinale gegen Triay und Brea (6:3, 6:3) ihr letztes Einzel in Madrid gespielt und wurde mit einer langen Ovation verabschiedet. Die Abschiedszeremonie heute zwischen den beiden Finals ist der offizielle Tribut der Arena an eine Spielerin, die das Damen-Padel geprägt hat wie keine andere: 62 offizielle Titel, sieben Weltmeisterschaften, viermal Weltranglisten-Erste mit drei verschiedenen Partnerinnen.

Dass ausgerechnet ihre einstige Partnerin Gemma Triay heute die Chance hat, mit ihr gleichzuziehen — in Salazars Heimatstadt, am Tag ihrer Abschiedsfeier — gibt diesem Turnier eine dramatische Rahmung, die sich kein Drehbuchautor hätte einfallen lassen können.

Das Herrenfinale: Nieto–Yanguas, zwei Endspiele in zwei Wochen

Das Herrenfinale beginnt frühestens um 17:45 Uhr MEZ. Coki Nieto und Mike Yanguas treten zum zweiten Mal innerhalb von zwei Wochen in einem Final an: Erst gewannen sie am vergangenen Sonntag das FIP Gold in Belgrad, jetzt stehen sie in Madrid. Im Halbfinale bezwangen sie Gonzalo Alfonso und Tino Libaak 6:4, 7:6.

Ihnen gegenüber: Fede Chingotto und Ale Galán, die mit einem 6:3, 6:4-Sieg über Íñigo Jofre und Jairo Bautista ins Finale eingezogen sind und heute ihren siebten Titel der Saison 2026 anpeilen. Die Weltranglisten-Führung steht für beide Paare auf dem Spiel.

Beide Finals laufen live auf Canal+ in Spanien; die frühen Runden sind auf dem YouTube-Kanal von Premier Padel verfügbar. Morgen, am 7. September, startet die Qualifikation des Alpine Paris Majors in Roland-Garros.

Erstellt mit redaktioneller KI-Unterstützung · Padel Post Redaktion