Franchise-Padel setzt Maßstäbe in Südkalifornien
Am Sonntag endete die zweite Station der Pro Padel League 2026 im Barker Hangar in Santa Monica mit zwei klaren Siegerteams: Mexico Waves gewann das Männerfinale, DC Matrix krönte sich im Damenbewerb. Das viertägige Event an der Küste Südkaliforniens zeigte einmal mehr, dass das Franchise-Modell in der Lage ist, Toptalente zu mobilisieren — selbst mitten in einer Hauptsaison, die von Premier Padel und internationalen Teamwettbewerben geprägt ist.
Gala und Arce dominieren im Tiebreak
Im Männerfinale standen sich Mexico Waves und Florida Goats gegenüber. David Gala (FIP-Weltrangliste Nr. 34) und Maxi Arce für Mexico Waves, sowie Luis Hernández Quesada und Juani de Pascual für Florida Goats lieferten sich ein hochklassiges Match über drei Sätze. Mexico Waves sicherte sich den ersten Durchgang mit 6:4, musste aber den zweiten Satz mit 3:6 abgeben. Im Super Tiebreak zeigten Gala und Arce keine Schwäche und gewannen klar mit 10:2.
Gala reist direkt von Los Angeles zu einem internationalen Auftrag der besonderen Art: Spanien hat ihn für die historische Premiere des Padels bei den Mittelmeerspielen in Taranto nominiert, die am 22. August beginnen. Dass er gleichzeitig in der PPL antritt, verdeutlicht, wie intensiv der Spielerkalender im Spitzensport inzwischen geworden ist — und wie attraktiv die Franchise-Liga für Profis ist.
DC Matrix holt zweiten PPL-Titel in Serie
Im Damenfinale sicherte sich DC Matrix mit Ara Martínez und Marina Guinart den Titel gegen Houston Volts (Ari Cañellas / Laia Rodríguez) nach einem knappen Duell, das erst im Super Tiebreak entschieden wurde. Für DC Matrix ist es das zweite Turniergold hintereinander — bereits beim PPL-Auftakt in New York stand das Franchise aus Washington ganz oben. Im Damen-Bracket der Liga zeichnet sich damit früh eine Dominanz ab, die an die Überlegenheit von Triay und Brea im Premier-Padel-Zirkus erinnert.
Das Franchise-Modell als Wachstumsmotor
Die Pro Padel League verfolgt bewusst das Vorbild nordamerikanischer Profiligen: feste Franchises, Gehaltsstrukturen und Stadtidentitäten statt individueller Startlistenplätze. Zehn Teams nehmen an der laufenden Saison teil, ein dritter Stop ist für Herbst 2026 geplant. Das Konzept trifft auf ein wachsendes Publikum in den USA, wo laut dem Global Padel Report 2026 inzwischen über 250 Clubs aktiv sind und die Infrastruktur weiter ausgebaut wird. Der Barker Hangar in Santa Monica — eigentlich eine denkmalgeschützte Flughalle aus dem Zweiten Weltkrieg — erwies sich dabei als zugkräftiger Veranstaltungsort, der sportliche Atmosphäre mit einem unverwechselbaren Ambiente verbindet.
Während die PPL-Spieler nun in die nächste Zyklusphase einbiegen, rückt auf der europäischen Seite bereits der Madrid P1 by Oysho in den Fokus: Ab dem 29. August starten die Qualifikationsrunden im Club Pro Padel Coslada, bevor das Hauptfeld vom 1. bis 6. September im Movistar Arena aufschlägt. Topfavorit Coello/Tapia haben in London ihren achten Saisontitel geholt und gehen als klare Nummer eins in die Hauptstadt-Ausgabe des Turniers.
