Der Comunidad de Madrid P1 2026 ist eines der bedeutendsten Pádel-Turniere des Jahres – und gleichzeitig das letzte Heimspiel von Alejandra Salazar auf professionellem Niveau. Die Madrilena hat vor dieser Saison angekündigt, ihre Karriere nach 2026 zu beenden. Am 6. September wird der Movistar Arena in Madrid zur Bühne eines besonderen Abschieds: Zwischen der Damen- und der Herrenfinale ist eine offizielle Ehrungszeremonie für Salazar geplant, die das Turnierkomitee des Madrid P1 gegenüber Infobae bestätigt hat.
62 Titel, sieben Weltmeisterschaften – eine Karriere ohne Gleichen
Alejandra Salazar hat Pádel mitgeprägt wie kaum eine andere Person. Die 39-Jährige begann ihre Profikarriere in einer Zeit, als die Sportart noch weitgehend auf Spanien und Argentinien beschränkt war, und hat sie durch alle Phasen des globalen Booms begleitet. Ihre Bilanz nach mehr als zwei Jahrzehnten an der Spitze lautet: 62 offizielle Titel, sieben Weltmeisterschaften und vier Abschnitte als Weltranglistenerste – Zahlen, die keine andere Spielerin der Geschichte auch nur annähernd erreicht hat.
In einem Interview mit Sportlife.es hat Salazar eingeräumt, dass ihr ein Wermutstropfen bleibt: die fehlende Olympiateilnahme. Pádel wurde erst bei den Spielen 2024 in Paris erstmals olympisch; die Qualifikation gelang ihr damals nicht. „Mir bleibt der Stachel, nicht bei den Olympischen Spielen dabei gewesen zu sein", sagte sie sinngemäß. Diese Aussage unterstreicht, wie viel ihr der Sport bedeutet – und hat ihren Entschluss bekräftigt, die letzte Saison so vollständig wie möglich zu erleben. Gegenüber Cope.es beschrieb sie sich nach der Bekanntgabe des Rücktritts als „befreit" und mit einer neuen Energie, jeden Punkt zu genießen.
Das große Abschiedsspiel im Movistar Arena
Das Turnier läuft vom 29. August bis zum 6. September 2026. Die Qualifikationsrunden finden am Club Pro Padel Coslada in Madrid statt; das Hauptfeld eröffnet am Dienstag, dem 1. September, im Movistar Arena. Salazar tritt gemeinsam mit Aranzazu Osoro an – derselben Partnerin, mit der sie diese Woche beim FIP Gold in Belgrad die Finalteilnahme sichergestellt hat. Das Duo reist also mit frischem Schwung in Richtung Heimturnier.
Die Zeremonie am 6. September ist gezielt zwischen die beiden Finals gesetzt: Die Damenfinale ist für 16:00 Uhr geplant, die Herrenfinale frühestens für 17:30 Uhr. Das Publikum, das ohnehin vor Ort ist, wird Salazars Abschied live miterleben – im Movistar Arena, einer der modernsten Multifunktionshallen Europas und einem Haus, das Salazar aus unzähligen Auftritten kennt.
Pádel im Wandel – und eine Spielerin, die ihn geprägt hat
Salazars Karriereende fällt in eine Phase, in der Pádel weltweit rund 19,4 Millionen Spielerinnen und Spieler und über 58.300 Plätze zählt – Zahlen aus dem Global Padel Report 2026 von Playtomic und PwC. Spanien allein kommt auf rund 17.300 Plätze und sechs Millionen aktive Spieler; der Markt gilt inzwischen als reif, mit moderatem, aber stabilisiertem Wachstum.
In all diesen Jahren hat Salazar mitgeholfen, die Sportart aus der Nische in den internationalen Mainstream zu bringen – als Gesicht des Damentours, als Botschafterin und als unbestrittene Nummer eins ihrer Generation. Am 6. September verabschiedet sich der Movistar Arena von einer Spielerin, deren Karriere länger dauerte als die Existenz des Premier Padel als Profiliga selbst.
