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Castaño (17) schockt Pretoria: Nummer 6 in drei Sätzen bezwungen

Manuel Castaño (17) und Enrique Goenaga schlagen die gesetzten Nieto/Sanz 7-6, 6-7, 6-4 im Pretoria-P1-Achtelfinale — ein Teenager stiehlt den Stars die Show in Afrika.

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Padel Post Redaktion

2 min read · 30. Juli 2026

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Ein Teenager schreibt Geschichte in Südafrika

Das erste Premier-Padel-Turnier auf afrikanischem Boden hätte kaum einen passenderen Helden finden können. Manuel Castaño Salguero, geboren am 3. Oktober 2008 und damit noch keine 18 Jahre alt, besiegte am Mittwoch zusammen mit Enrique Goenaga die gesetzten Coki Nieto und Jon Sanz mit 7:6, 6:7, 6:4 in der Runde der letzten 32 des Pretoria P1. Auf 1.339 Meter Höhe über dem Meeresspiegel, in der SunBet Arena Time Square, lieferte der Madrilene eine reife Leistung ab, die im Padel-Zirkus für Gesprächsstoff sorgt.

Das Match war alles andere als einfach. Nieto und Sanz — ein eingespieltes Duo mit mehreren Premier-Padel-Viertelfinalplätzen — kämpften sich nach dem verlorenen ersten Satz zurück und erzwangen mit dem Gewinn des zweiten Satzes eine Entscheidung. Doch Castaño und Goenaga bewiesen im dritten Satz die nötige Nerven­stärke: 6:4, Aufgabe abgeschlossen, Weiterkommen gesichert. Das Besondere daran? Castaño befand sich zu Jahresbeginn noch jenseits von Weltranglistenplatz 70.

Wie sich ein Teenager in die Weltspitze vorarbeitet

Castaños Karriere folgt einer konsequenten Logik. Im Jahr 2025 dominierte er die CUPRA-FIP-Tour mit fünf Titeln und schob sich damit weit genug nach oben, um in den Premier-Padel-Hauptfeldern antreten zu können. Seinen Einstand nutzte er sofort: Viertelfinale in Riad, Auftaktsieg in Miami gegen Maxi Sánchez und Xisco Gil — jeweils ohne große Anlaufzeit.

Jetzt kommt das Pretoria P1, das ersten Turnier der Weltspitze in Subsahara-Afrika, und der 17-Jährige liefert prompt die erste große Überraschung des Turniers. Der 1,86 Meter große Linkshänder spielt auf der linken Seite und bringt eine Kombination aus physischer Präsenz, Wucht und taktischer Reife mit, die für sein Alter ungewöhnlich ist.

Goenaga: der ruhende Pol der Partnerschaft

Man sollte Enrique Goenaga nicht übersehen. Als erfahrener Linksspezialist gab er der Paarung im kritischen zweiten Satz Stabilität. Als Nieto und Sanz aufdrückten und das Match zu kippen drohte, war es Goenaga, der die taktische Linie hielt und Castaños Energie in geordnete Bahnen lenkte. Diese Mischung — Erfahrung und jugendliche Unbekümmertheit — funktioniert derzeit in Pretoria ausgezeichnet.

Das Turnier selbst ist in diesem Jahr offener als erwartet. Mehrere neue Paarungen sind ins Feld eingetreten, nachdem Verletzungen und Formveränderungen die gewohnten Konstellationen durcheinander gebracht haben. Für Außenseiter wie Castaño/Goenaga ist das eine Einladung, noch weiter zu gehen.

Das Achtelfinale wartet — und mit ihm die Großen

Am heutigen Donnerstag (30. Juli) steht das Achtelfinale auf dem Programm, und der Schwierigkeitsgrad steigt erheblich. Im Feld befinden sich noch Weltranglistenerster Arturo Coello mit Agustín Tapia, die ihren fünften Premier-Padel-Titel in Serie in Málaga feierten und nach dem sechsten greifen; dazu Alejandro Galán und Federico Chingotto sowie Juan Lebrón und Leo Augsburger, die Nieto und Gil im letzten 32-Runden-Match 6:4, 6:3 abfertigten.

Ob Castaño diesen Gegnern auf Augenhöhe begegnen kann, werden die nächsten Stunden zeigen. Was er am Mittwoch bewies, reicht aber bereits für eine eigene Geschichte: Ein 17-Jähriger, auf dem ersten Premier-Padel-Turnier Afrikas, schlägt Gesetzte in drei Sätzen. Der Rest der Welt schaut hin.

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Padel Post Redaktion

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